Ratgeber

Mein kleiner Ratgeber hilft Ihnen die alltäglichen Herausforderungen und Probleme mit ihrem Tier zu bewältigen.
Sie haben Fragen zur Kastration Ihres Tieres? Ihr Tier hat eine Zecke und Sie sind sich nicht sicher wie man vorgeht?
Sie bemerken bei Ihrem Tier eine vermehrte Zahnsteinbildung?

Antworten auf Ihre Fragen finden Sie hier in meinem Ratgeber:

Die neue Zecke

Die neue Zecke

Neben der bekannten Zecke (Ixodes, gemeiner Holzbock) breitet sich eine andere Zeckenart
in Deutschland aus: Dermacentor oder Auwaldzecke. Die früher v.a. in Österreich und
Ungarn vorkommende Zeckenart überträgt die Babesiose oder Hundemalaria. Babesien sind
Blutparasiten, die durch den Biss der Zecke übertragen werden. Im Körper angekommen
parasitieren sie in den roten Butkörperchen und zerstören diese.
Die Inkubationszeit beträgt zwischen 10 und 21 Tagen und ist bei frühzeitiger Erkennung gut
behandelbar.

Typische Symptome sind:

  • Fieber (bis 42 °C)
  • Mattigkeit, Schwäche
  • blasse bis gelbliche Schleimhäute
  • rötlich bis brauner Harn
  • Gelbsucht (Ikterus)
  • Leber- und Milzvergrößerung

Damit es erst gar nicht dazu kommt, ist eine Zeckenprophylaxe das A und O.
Neben dem Absuchen ihres Hundes nach jedem Spaziergang helfen geeignete SpotOn-
Präparate und Halsbänder, dass es erst gar nicht zu einem Zeckenbiss kommt. Daneben sind
Hunde so auch gegen die Borreliose und Anaplasmose geschützt. Ich berate Sie dazu gern
und helfen das geeignete Präparat zu finden.

Ist mein Tier schon Senior?

Ab wann gilt mein Tier als Senior?

Eine allgemein gültige Antwort kann man auf diese Frage nicht geben, denn dies hängt von
Faktoren wie Rasse und Größe ab.
Eine Katze kann ab dem 8./9. Lebensjahr als Senior angesprochen werden.
Bei Hunden gilt, je größer der Hund, desto früher gilt der Hund als Senior.
Kleine und mittelgroße Hunde: ab 7. bis 9. Lebensjahr

Zu einer geriatrischen Vorsorgeuntersuchungen gehören:

  • Bestimmung des Zahnstatus (Beurteilung der Zähne, Zahnstein, lockere oder vereiterte Zähne, sowie das Zahnfleisch werden genau kontrolliert, bei der Katze können ebenfalls Verfärbungen des Zahnes und die Beschaffenheit des Zahnfleisches Hinweise auf eine für Katzen typische FORL – Erkrankung geben)
  • Haut, Fell
  • Orthopädische und neurologische Untersuchungen können bereits Arthrosen und Abnutzungserscheinungen der Gelenke zu Tage fördern.
  • Augen (grauer Star ist nur eine Erkrankung, die im Alter vermehrt vorkommen kann)
  • Verhalten und Wesen (Veränderungen des Wesens, Leistungseinbuße und ähnliches können Zeichen von Herzerkrankungen oder hormonellen Erkrankungen sein, z.B. Hypothyreose bei Hunden oder Hyperthyreose bei Katzen). Außerdem werde ich nach dem Trink- und Fressverhalten fragen, denn eine Veränderung kann auf Organschäden, akute entzündliche Erkrankungen oder hormonellen Probleme hinweisen.
  • Herz-Kreislauf: genaue Auskultation von Herz und Lunge, geben Hinweise auf eventuell vorliegende Herzerkrankungen.
  • Abdomen: genaues Durchtasten des Bauches kann Hinweise auf Schmerzhaftigkeiten und Umfangsvermehrungen geben.
  • Harnuntersuchung: bei Hunden gebe ich Ihnen gerne einen Behälter mit, in dem Sie Urin auffangen können. Bei der Urinuntersuchungen können Blut, Entzündungszellen sowie Harnsteine Probleme von Nieren, Blase und ableitenden Harnwegen zu Tage fördern..
  • Prostatauntersuchung: bei unkastrierten Rüden empfehle ich routinemäßig die Untersuchung und Vermessung der Prostata mittels Ultraschall, da ältere Rüden zu Prostatvergrößerungen im Alter neigen. Dies können Probleme beim Kotabsatz und Perinealhernien nach sich ziehen.
  • Untersuchung des Gesäuges: v.a. bei Hündinnen sowie Katzen sollten regelmäßig die beiden Gesäugeleisten sorgfältig durchgetastet werden. Gesäugetumore (als Verhärtungen im Drüsengewebe spürbar) können so frühzeitig erkannt und entfernt werden.
Kastration
Kastration bedeutet Entfernung der Keimdrüsen (Hoden beim männlichen Tier und Eierstöcke
beim weiblichen Tier). Gegen die landläufige Meinung werden auch weibliche Hunde und
Katzen kastriert und nicht sterilisiert. Eine Sterilisation würde nur eine Abbindung bedeuten
und somit keinerlei Verhaltensänderung nach sich ziehen, da die hormonelle Tätigkeit
bestehen bleibt. Lediglich eine Trächtigkeit würde damit ausgeschlossen.

Kastration beim Kater

Beim Kater ist die Kastration ein kurzer Eingriff, bei dem auch in der Regel keinerlei
Nachsorge notwendig ist. Die Wunde bleibt offen und wird nicht durch Naht verschlossen.
Der Kater darf an der Wunde schlecken und Sie müssen den Kater nicht zum Fädenziehen
erneut vorstellen. In der Regel geht der Kater am nächsten Tag wieder seinen „Geschäften“
nach. Beachten Sie bitte, dass ein Kater nach der Kastration noch bis zu zwei Wochen
erfolgreich decken kann.

Kastration beim Rüden

Beim Rüden führe ich in der Regel eine teilweise Skrotumresektion (eine teilweise
Entfernung des Hodensacks) durch; bei sehr kurzhaarigen und hochbeinigen Hunden kann
auch aus ästhetischen Gründen eine komplette Scrotumresektion durchgeführt werden. Das
Skrotum wird vernäht und die Fäden sollten nach 10-14 Tagen entfernt werden. In dieser Zeit
darf der Rüde nicht an der Wunde schlecken, sonst drohen Entzündungen und Lockerung der
Naht. Ein T-Shirt, das verkehrt herum angezogen wird, Halskragen oder Trichter bieten einen
guten Schutz. Trichter und aufblasbare Halskrägen erhalten Sie von mir leihweise mit nach
Hause.
Bei Rüden gibt es auch die Möglichkeit mittels Hormonchip eine Kastration über ein halbes
Jahr zu testen und sich so für oder gegen eine Kastration zu entscheiden.

Kastration der Katze

Bei der Kätzin bedeutet eine Kastration natürlich einen Baucheingriff. Bei der Katze wird der
Hautschnitt mit zwei bis drei Nähten verschlossen. Je nach Temperament des Tieres werden
dabei resorbierbare oder nicht-resobrierbare Fäden verwendet. Bei nicht-resorbierbaren Fäden
ist eine erneute Vorstellung nach 10-14 Tagen zum Fäden ziehen erforderlich. Ein
aufgenähter Tupfer, der nach drei Tagen abgenommen werden kann, verhindert ein frühes
Schlecken. Auch hier gilt, dass die Katze bis zur Nahtentfernung nicht an die Fäden darf.
Auch hier stelle ich geeignete Halskragen zur Verfügung.

Kastration der Hündin

Bei der Hündin empfehle ich die erste Läufigkeit abzuwarten; nur in Ausnahmesituationen
nehme ich auch Frühkastrationen vor. Wie bei der Katze wird der Bauchschnitt mit nicht-
resorbierbaren Fäden und einem Tupfer verschlossen. Für Fadenentfernung und Leckschutz
gilt ebenfalls die Möglichkeiten der Leckschutzverhinderung wie beim Rüden.
In einem ausführlichen Gespräch im Vorfeld der Kastration oder wenn eine Kastration im
Raume steht, bespreche ich gerne mit Ihnen die Vor- und Nachteile der Kastration, sowie
den optimalen Zeitpunkt, den genauen Ablauf und die verschiedenen Möglichkeiten der Narkose.

Impfung bei Hund und Katze

Warum sollte man impfen?

  • Impfungen schützen Ihr Tier vor gefährlichen und meist tödlich endenden Erkrankungen und ersparen im Krankheitsfall langwierige und kostspielige Behandlungen.
  • Nur wenn ausreichend Tiere einer Population geimpft werden, sind auch alle geschützt.

Gegen welche Erkrankungen sollte man impfen und ist Impfen schädlich?

Jede Impfung kann Nebenwirkungen, wie Unwohlsein, leichtes Fieber, kleine Schwellungen
an der Impfstelle nach sich ziehen. Diese verschwinden in der Regel nach einigen Tagen und
bedürfen keiner Behandlung.
Allerdings überwiegen die Vorteile über den eventuell auftretenden Nebenwirkungen, denn
viele Erkrankungen gegen die man impft, sind schlecht oder gar nicht behandelbar. Ich
versuche durch Wahl des Impfstoffherstellers und Anpassung des Impfschemas diesen
Befürchtungen Rechnung zu tragen.

Gegen welche Erkrankungen kann man impfen?

Beim Hund sind das:

  • Staupe
  • Hepatitis contagiosa canis
  • Parvovirose
  • Parainfluenza
  • Leptospirose
  • Tollwut

Bei Katzen sind das:

    • Katzenschnupfen und Katzenseuche
    • Tollwut (bei Freigängern und Ausstellungstieren)
    • Leukose (bei Freigängern und in großen, wechselnden Katzenbeständen)

Zusätzliche Impfungen sind je nach Lebensgewohnheiten und Gefährdung:

Borreliose beim Hund (ich berate Sie gerne über die Vor- und Nachteile, sowie über die
Grenzen dieser Impfung und die bestehenden verschiedenen Impfstoffe)

Bordetella beim Hund: diese Impfung wird beim Hund direkt in die Nase verabreicht und
bildet innerhalb von 72 Stunden eine Immunität gegen Bordatellen. Ich empfehle diese
Impfung lediglich bei Verbringen von Hunden in Hundepensionen z.B. zur Urlaubsbetreuung
oder in Problembeständen.

Leishmanioseimpfung bei Reisen mit dem Hund in den Süden.
FIP bei der Katze: diese Impfung ist stark umstritten und ich führe sie routinemäßig nicht
durch

Muß man eigentlich jährlich impfen?

Ich orientiere mich an den Empfehlungen der ständig tagenden Impfkomission und beachten
die empfohlenen Impfabstände der Hersteller.
Einige Komponenten, wie Staupe, Hepatitis contagiosa canis, Parvovirose und Tollwut
müssen nicht jedes Jahr geimpft werden. Leptospirose und die Parainfluenza sollten aber auf
jeden Fall jährlich aufgefrischt werden.
Ein allgemein gültiges Impfschema gibt es nicht. Die Impfungen und Abstände zwischen den
Impfungen variieren nach Alter, Lebensumständen und Vorimpfungen der Tiere.
Im Zuge einer Impfung wird Ihr Tier komplett durchuntersucht und eruiert, ob ihr Tier
impffähig ist. Dabei bespreche ich mit Ihnen genau das Impfschema – maßgeschneidert auf
Ihr Tier und seine Lebensumstände.

Anleitung Zähneputzen

Das Zähneputzen

Zahnstein ist eine häufige Erkrankung bei Hunden; hier sammeln sich Futterreste; Speichel,
Mineralien und Bakterien und setzen sich dann als harter Zahnstein auf den Zähnen ab.
Zahnstein ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern kann neben Zahnerkrankungen
auch zur Schädigung innerer Organe (v.a. Herz) führen.
Versuchen Sie schon im Welpenalter Ihrem Hund das Zähneputzen schmackhaft zu machen.
Zwischen dem 5. und 6. Lebensmonat ist der Zahnwechsel beim Hund abgeschlossen;
nachdem alle Milchzähne durch die bleibenden Zähne ersetzt sind, sollte mit dem
Zähneputzen begonnen werden.

Es gibt spezielle Zahncremes für Hunde; wenn Sie wirklich Zahncreme verwendet wollen,
dann bitte nur für Hunde und keine Zahnpaste für Menschen oder Kinder. Drücken sie die
Creme tief in die Borsten der Zahnbürste, dass die Creme nicht zu leicht vom Hund
abgeschleckt werden kann.

Zunächst sollten Sie nur die Außenseite der Zähne (durch vorsichtiges Spreizen der Lefze)
putzen und auch nur einige wenige. Gehen Sie dabei vorsichtig vor und versuchen Sie nichts
zu erzwingen.
Langsam können Sie die Menge der Zähne steigern und auch versuchen den Fang zu öffnen,
um an die Innenseite der Zähne zu gelangen. Auch hier gilt: gehen Sie behutsam vor und
überstürzen Sie nichts.
Belohnen Sie ihren Hund jedes Mal nach dem Zähneputzen und führen Sie es als tägliches
Ritual ein, z.B. nach der Abendfütterung.